Wir feiern 75 Jahre GROB AG

Die GROB AG – von den Anfängen bis heute. 3. Etappe

Die GROB AG feiert dieses Jahr ihr 75jähriges Jubiläum. Dies nehmen wir zum Anlass, etwas tiefer in die Geschichte der GROB AG einzutauchen. Meist sind die Eckdaten von Firmen auf deren Website ersichtlich. So auch unsere. Jedoch ist dies nur eine Aufzählung und die Geschichte dahinter bleibt verborgen. Dies ändert sich nun.

Im Laufe dieses Jahres werden wir die Geschichte der GROB AG von hinten aufrollen und etappenweise einen tieferen Einblick gewähren. Um die Geschichte mit aussagekräftigen Bildern zu unterstützen, tauchten wir tief ins Archiv ein. Geborgen wurden dabei teilweise wirkliche Schätze von Fotografien. Diese haben wir nun digitalisiert, damit sie noch viele Jahre bestehen bleiben. Zusammen mit den Hintergrundinformationen von Fritz Grob entstand eine spannende Zeitreise durch die GROB AG – von den Anfängen bis heute.

Die ersten zwei Etappen unserer Firmengeschichte sind auf grosses Interesse gestossen und es folgten viele positive Rückmeldungen. Deshalb führen wir Sie nun durch die dritte Etappe unserer Geschichte.

Die zweite Etappe endete an der Egolzwilerstrasse in Nebikon. Auch dort wurde der Platz – trotz allen Erweiterungsbauten – zu knapp, weshalb am jetzigen Standort im Stämpfelfeld 3 in eine neue Fabrikationshalle mit Bürogebäude investiert wurde.

Stämpfelfeld 3

1989 wurde dieser Neubau mit einer Produktionsfläche von 2000 m2 von den damals 29 Mitarbeitenden bezogen. Ziel: mehr Platz zum Wachsen und Entwickeln sowie das Angebot von hellen und modernen Arbeitsplätzen. Auch sollten mehr Lehrlinge ausgebildet werden können. Die neuen Raumverhältnisse boten zudem die Möglichkeit, in neue Verfahren zu investieren. Deshalb konnten ab 1990 neu auch hochpräzise geschliffene Zahnräder angeboten werden. Was zuerst zu einer höheren Wertschöpfung führte, wurde in Zukunft ein wichtiges Verfahren bei der GROB AG.

Delegation aus China

Leider ist aus den Unterlagen nicht mehr das genaue Jahr ersichtlich. Aber ca. 1991/1992 war der Besuch einer Delegation aus China ein Highlight. Die GROB AG hatte durch ein Ingenieurbüro in Bern den Auftrag, für eine Textilmaschine in China die Zahnräder herzustellen. Als «Belohnung» für ihr Engagement durfte eine Delegation aus China – bestehend aus dem Bürgermeister, Parteipräsidenten und Funktionären – in die Schweiz reisen und auch unseren Betrieb besichtigen.

ISO-Zertifizierung

Heute Standard – 1995 Grund für ein Gruppenfoto mit allen Mitarbeitenden. Die erste Zertifizierung nach ISO9000 konnte in Empfang genommen werden. Das ISO-Management hatte erhebliche Kosteneinsparungen zur Folge. Um einen Teil davon an die Mitarbeitenden weiterzugeben, wurde deshalb die Qualitätssicherungs-Prämie eingeführt.

Geschäftsleitung / Inhaber

Nach den Pensionierungen von Hans und Fritz Grob-Hodel Mitte der 90er-Jahre, übernahmen die Söhne von Fritz Grob-Hodel die Geschäftsleitung. Der Tod von Philipp Grob-Wolfensberger im Jahr 2004 stellte die gesamte Firma vor eine grosse Herausforderung. Fritz Grob-Furrer übernahm deshalb die Firma als alleiniger Inhaber und führte diese erfolgreich weiter.

Maschinen und Automatisierung

Ab 1989 wurden bei der GROB AG erste Portallader für Drehmaschinen und Verzahnungsmaschinen angeschafft. Die Automatisierung wurde ein immer grösseres Thema, was bei den Mitarbeitenden die Angst steigerte, den Job zu verlieren. Mit der Einführung der Umsatzbeteiligung wurde dem entgegengewirkt. Damit war für die Mitarbeitenden aus der Lohnabrechnung der Geschäftsgang ersichtlich – und besonders wichtig – sie sahen, dass durch die Automation auch mehr Umsatz generiert wurde. So beteiligten sich unsere Mitarbeitenden aktiv an der Entwicklung der Firma.

Energiesparen

Energiesparen: ein wichtiges Thema. Die GROB AG begann bereits 2007 mit der Umsetzung von Energiesparmassnahmen. So wurde nach einem Maschinenbrand der alte Druckluftkompressor ersetzt. Da diese sehr viel ungenutzte Wärme abgeben, wurde der neue Kompressor mit einer Wärmerückgewinnungsanlage ausgerüstet. Damit konnte der damalige Heizölverbrauch um ca. 10'000 Liter und dadurch auch der Co2-Ausstoss jährlich um ca. 30 Tonnen gesenkt werden.

Dies war die dritte Etappe. Alle, welche die erste und zweite Etappe verpasst haben oder nochmals lesen möchten:
Hier geht's zur 2. Etappe und hier zur 1. Etappe.

GROB AG, Ursula Hofer